Iriyas Himmel, Sommer der UFOs 3

Vorwort Episode 1 Episode 2 Episode 3 Episode 4 Episode 5 Episode 6 Analyse

Iriya no Sora, UFO no Natsu / Episode 3: 47 Minuten und 32 Sekunden nach 6 Uhr abends


Rückblende: Es ist Kirschblüte (Frühjahr, also Beginn des neuen Schuljahres in Japan), und Naoyuki & Akiho gehen in die…

Schild: Sonohara-Mittelschule
Schild: 2.Jahrgang, Klasse 4

Schild: Fünf Monate zuvor…

Hintergrund aus dem Roman: Kiyomi, eine Freundin von Akiho, war in letzter Zeit ziemlich traurig, weil ihr geliebter Hund Jubei gestorben war. Eines Tages glaubt sie, dass ihr der Hund als Geist erschienen ist, um sich von ihr zu verabschieden – und sie erzählt dies Akiho im Klassenzimmer. Direkt danach geht die Szene los:

"Geister – so etwas Lächerliches!" Der Lehrer staucht Kiyomi massiv zusammen; Akiho versucht, das heulende Mädchen zu beruhigen.

Kawaguchi: Verabschieden, sagst du? Dummkopf!
Kawaguchi: Das hast du dir doch alles bloß eingebildet.
Kawaguchi: Du kannst ja nicht mal Traum und Realität auseinander halten!
Kawaguchi: Also echt, du bist ganz schön naiv.
Kawaguchi: Wenn du Heulsuse dich schon wegen deines gestorbenen Hundes so aufführst,…
Kawaguchi: …wie willst du dich dann später mal im Leben behaupten?

Naoyuki erträgt die Arroganz dieses Lehrers nicht länger und steht wütend auf; Akiho sieht überrascht zu ihm hinüber.

Auch der Lehrer hat den aufmüpfigen Jungen bemerkt und wendet sich ihm zu:

Kawaguchi: Ist was?
Kawaguchi: Sieht aus, als hättest du uns etwas zu sagen…
Kawaguchi: Asaba!

Naoyuki zögert, wie er seinen Standpunkt deutlich machen kann, ohne den Lehrer direkt zu beleidigen:

Naoyuki: Äh,…
Naoyuki: …ich denke, rein wissenschaftlich betrachtet haben Sie vermutlich recht,…

Akiho ist enttäuscht und verärgert – sie hat nicht erwartet, dass Naoyuki dem Lehrer auch noch zustimmen würde. Aber der Junge redet weiter und gibt dem Lehrer nun eine volle Breitseite:

Naoyuki: …aber das allein gibt auch einem Lehrer noch nicht das Recht, über Andersdenkende derartig herzuziehen!

Der Lehrer hingegen ist natürlich stinksauer:

Kawaguchi: Asaba…!

Akiho blickt fassungslos zu Naoyuki hinüber und errötet: Das hat sie ihm nun auch wieder nicht zugetraut! Für einen japanischen Schüler, dessen oberstes Ziel es ist, nicht aufzufallen, hat Naoyuki sich extrem weit aus dem Fenster gelehnt und Rückgrat bewiesen, um eine Klassenkameradin zu beschützen. Das dürfte der Moment gewesen sein, in dem Akiho sich in Naoyuki verliebt hat…


Schild: Fünf Monate später…

Unterricht in der Schule: Ein Schüler liest aus einem Roman vor.

Anmerkung: Die Schüler lesen den Roman "Kokoro" von SOSEKI Natsume

… (für eine komplette englische Übersetzung siehe http://www.ibiblio.org/eldritch/ns/k3.html), dessen Hauptperson "Sensei" aus Eifersucht seinen besten Freund verrät (und in den Selbstmord treibt) und seinen jahrelangen Schuldgefühlen letzten Endes nur durch seinen eigenen Selbstmord entgehen kann. In der ersten Szene bemerkt der Erzähler, dass K und Ojousan (in welche Sensei heimlich verliebt ist) sich erstmals ohne seine Vermittlung miteinander unterhalten (nachdem Ojousans Mutter diese erstmals alleine daheim zurückgelassen hatte):

Roman: "…und dahinter befand sich das Zimmer der jungen Lady."
Roman: "Links des Hausflurs befand sich K.s Zimmer, und meines lag direkt daneben."
Roman: "Ich lebte bereits zu lange in dieser Wohnung,…"
Roman: "…um nicht zu erkennen, aus welchem Zimmer eine Stimme kam."

Akiho blickt verstohlen zu Naoyuki hinüber, wie verliebte Mädels das nun mal tun.

Roman: "Unverzüglich schloss ich die Türe meines Zimmers."
Roman: "Die Stimme der jungen Lady verstummte unmittelbar darauf."
Roman: "Als ich meine Stiefel auszog,…"

Ab hier beginnt der Erzähler, eifersüchtig auf seinen Freund K. zu werden…

Kiyomi, Akihos Freundin aus der vorherigen Szene, sitzt auf dem Stuhl hinter Akiho; sie bemerkt das natürlich und stichelt ein bisschen:

Kiyomi: Findest du Asaba wirklich so toll?

Akihos Verliebtheit bleibt also zumindest ihrer Freundin nicht verborgen (während Naoyuki selbst natürlich keine Ahnung davon hat). Und später auf dem Schulfest wird es erneut Kiyomi sein, die in die Beziehung zwischen den beiden eingreift…

Roman: "Übrigens, der Unterschied zwischen normaler und modischer Kleidung…"

Hier wird die Roman-Lesung unterbrochen:

Lautsprecher: 2.Jahrgang, Klasse 4, Iriya Kana-san,…
Lautsprecher: …du wirst von Satou-san am Telefon verlangt.
Lautsprecher: Bitte komm unverzüglich ins Lehrerzimmer.

Iriya packt sofort ihre Sachen zusammen…

Lautsprecher: Iriya Kana-san…

…steht auf und verlässt das Klassenzimmer.

Lautsprecher: …du wirst von Satou-san am Telefon verlangt.
Lautsprecher: Bitte komm unverzüglich ins Lehrerzimmer.

Naoyuki wirft Iriya einen Blick hinterher; Iriya sieht das natürlich und ist geknickt. Aber sie beißt auf die Zähne: Ihren Naoyuki wird sie dem unverschämten Eindringling nicht kampflos überlassen!

Lautsprecher: Ende der Durchsage.
Roman: "Als ich begann, mich modisch zu kleiden, erhielt ich Geschenke…"

Iriya schließt die Türe des Klassenzimmers von außen und geht in Richtung Lehrerzimmer davon.


Akiho und ihre Freundin Kiyomi reden über das bevorstehende Schulfest:

Akiho: Keine Zeit.
Kiyomi: Wieso?
Anmerkung: Kyokujitsusai: Fest des Sonnenaufgangs (in der Realität existiert kein solches Fest in Japan)
Kiyomi: Wenn ihr am Kyokujitsusai ein Projekt veranstalten wollt, dann müsst ihr das vorher offiziell anmelden.
Akiho: Der Nachrichtenclub ist automatisch berechtigt, eines durchzuführen.
Kiyomi: Bist du dir da ganz sicher?
Akiho: Na klar.
Kiyomi: Obwohl es gar kein offizieller Club ist?
Akiho: Ja, trotzdem.
Kiyomi: Und was für ein Projekt wollt ihr machen?
Akiho: Das haben wir noch nicht entschieden.

Das glaubt Akiho jedenfalls – später im Clubraum wird sie das Gegenteil erfahren und ziemlich sauer darüber sein…

Kiyomi: Akiho, in letzter Zeit lässt du dich kaum noch bei uns sehen.
Kiyomi: Seit du diesem Zeitungsclub beigetreten bist, gehen wir auch nach der Schule nicht mehr zusammen nach Hause.

Aha! Anscheinend ist Akiho also erst kürzlich dem Club beigetreten – und da war sie schon in Naoyuki verknallt. Kein Wunder, dass sie beim Clubeintritt von Iriya automatisch die richtigen Überlegungen anstellt.

Kiyomi: Und in den Ferien bist du auch nie zuhause.
Kiyomi: Das finde ich echt schade.
Akiho: Also hör mal…

Schild: Elektronische Presse Sonohara
Schild: Zutritt nur für befugte Personen
Schild: Nachrichtenclub

Naoyuki sitzt im Clubraum und bastelt an einem dreidimensionalen Modell der Sonohara-Basis. Akiho öffnet die Tür zum Clubraum:

Akiho: Igitt – was stinkt denn hier so?
Suizenji: Korrespondentin Sudou!
Suizenji: Beeil dich und mach die Tür zu.
Suizenji: Das soll doch noch ein Geheimnis bleiben.
Akiho: Was soll das denn werden?
Naoyuki: Ich war zuerst auch ganz überrascht darüber.
Naoyuki: Unser Vorsitzender hat heute den Unterricht geschwänzt.
Naoyuki: Das hier ist ein Modell der Sonohara-Basis.
Naoyuki: Und das hier ist ein Modell des UFOs.
Suizenji: Wir vom Sonohara-Club für elektronischen Nachrichtentransfer…
Suizenji: …werden einen Vortrag über die Erforschung von UFO-Phänomenen veranstalten…
Suizenji: …und unser Sonohara-Modell auf dem Schulfest präsentieren.

Vorhin hatte Akiho ihrer Freundin noch erzählt, das Club-Projekt für das Schulfest sei noch nicht beschlossen – und jetzt sieht sie, dass Suizenji über ihren Kopf hinweg ein Projekt durchgedrückt hat! Entsprechend sauer reagiert sie darauf:

Akiho: Vorsitzender…!
Suizenji: Was ist?
Akiho: Wie kannst du eine so wichtige Entscheidung ganz alleine treffen?
Akiho: Ist dir völlig egal, was Asaba und ich für Wünsche haben?

Akiho wendet sich nun an Naoyuki in der Hoffnung auf Unterstützung:

Akiho: Du hattest doch bestimmt auch etwas Eigenes für das Schulfest geplant, nicht wahr?

Aber diese bleibt aus – Naoyuki ist bis zu diesem Zeitpunkt eher ein Mitläufer als ein Macher:

Naoyuki: Also, eigentlich…
Naoyuki: Ich habe nichts dagegen, an einem Gemeinschaftsprojekt mitzuarbeiten.
Akiho: Das ist ja erbärmlich!
Akiho: Kannst du dich denn überhaupt nicht für etwas entscheiden?
Suizenji: Wenn Korrespondent Asaba die Planung gerne anderen überlassen will,…
Suizenji: … dann ist das doch eine legitime Entscheidung, finde ich.
Akiho: Darum geht es doch gar nicht.

Akiho ist genervt, weil sie übergangen wurde, und erst recht, weil Naoyuki, der in letzter Zeit ständig mit Iriya zusammen ist, sie hier nicht unterstützt.

Akiho: Du kannst sagen, was du willst – ich finde eine solche Vorgehensweise unverschämt.

Suizenji ist zu einem Kompromiss bereit, um sein Projekt zu retten:

Suizenji: Also ich sehe das so, Korrespondentin Sudou:
Suizenji: Ich habe nichts dagegen, wenn du ein eigenes Projekt machen möchtest.
Suizenji: Wir können doch beides gemeinsam durchziehen.

Akiho zieht ein langes Gesicht: Suizenji hat sie kalt erwischt. Er hat ihr den Wind aus den Segeln genommen und sie in die Pflicht gerufen – denn jetzt muss sie ein eigenes Projekt anbieten! Darauf war sie gar nicht vorbereitet.

Suizenji: Geht das in Ordnung so?
Naoyuki: Also, Akiho: Was würdest du gerne machen?

Naoyuki fällt auf Suizenjis Taktik herein und verstärkt den Druck auf Akiho auch noch! Diese muss nun klein beigeben:

Akiho: Morgen werde ich einen Vorschlag präsentieren!

Allgemeines Magenknurren – keiner der Beteiligten hat in letzter Zeit etwas gegessen. Also muss einer ausgedeutet werden, der Proviant einkauft:

Akiho: Stein, Schere, …
Naoyuki: Stein, Schere, …
Suizenji: Stein, Schere, …

Akiho: Also: Je ein Brot mit Schinken, mit Schweinefleisch, mit Ei, mit Thunfisch, mit Obst, und einen Orangensaft.
Suizenji: Verdammt! Ich habe verloren…

Suizenji hat schon den Türgriff in der Hand. Akiho hat erreicht, wovon sie nicht zu träumen gewagt hätte: Sie ist mit Naoyuki allein! Das muss sie ausnutzen – und sie bestellt schnell noch ein paar Besonderheiten, damit Suizenji nicht so schnell zurückkommen und die beiden stören kann:

Akiho: Außerdem einen Becher gebratene Nudeln mit Senf und Mayonnaise.
Akiho: Und eine Banane!

Suizenji reißt die Türe noch mal auf:

Suizenji: Banane? So was haben die nicht in diesem Laden.
Akiho: Im Minimarkt gegenüber vom Videoverleih gibt es welche, und im Maruichi-Supermarkt auch.
Suizenji: Ach – verdammt! Also gut…
Akiho: Das muss echt das erste Mal sein,…
Akiho: …dass ich beim Knobeln gegen den Vorsitzenden gewonnen habe.

Das Szenario für ein improvisiertes Date mit Naoyuki steht also. Los geht’s:

Akiho: Hör mal, was hältst du von einem kleinen Spaziergang?
Akiho: Ich brauche mal ein bisschen frische Luft…

Sie hat in der Tat leichte Kopfschmerzen – zum Teil vom Herumschreien, und vermutlich stammt der von ihr kritisierte Gestank von einem Klebstoff für das Modell.

Naoyuki ist noch ganz in sein Pflichtbewusstsein vertieft:

Naoyuki: Aber wenn wir mit dem hier nicht rechtzeitig fertig werden…
Akiho: Das ist doch nicht so wichtig.
Akiho: Asaba, du kannst doch bist morgen auch noch einen eigenen Vorschlag machen.

Akiho versucht immer noch, Naoyuki auf ihre Seite zu ziehen, um die Stimmungslage konfliktfrei zu gestalten. Naoyuki lenkt zögernd ein:

Naoyuki: Wenn du meinst…

Doch nun denkt Naoyuki Akihos Idee mit dem Selbstbestimmungsrecht für alle Clubmitglieder konsequent zu Ende:

Naoyuki: Ach ja – sollen wir Iriya auch Bescheid sagen?

Akiho ist entsetzt: Iriya als Thema der Unterhaltung ist das Letzte, was sie erreichen wollte.

Akiho: Bloß nicht!

Damit drängt sie Naoyuki aber genau in die Rolle des Verteidigers des abwesenden Mädchens:

Naoyuki: Das finde ich aber nicht in Ordnung.

Akiho flippt beinahe aus und lässt ihre Abneigung unverhohlen zu Tage treten:

Akiho: Wieso verteidigst du diese Tussi eigentlich ständig?

Naoyuki ist verblüfft – er konnte nicht ahnen, dass er damit in ein Wespennest gestochen hat.

Naoyuki: Darum geht es doch gar nicht.

Eigentlich ging es ihm nur um "gleiches Recht für alle":

Naoyuki: Akiho, gegenüber dem Vorsitzenden meintest du doch gerade,…
Naoyuki: …dass er alle Mitglieder nach ihrer Meinung fragen soll, bevor er ein Projekt für den ganzen Club beschließt.

Und Iriya ist eben inzwischen auch ein Clubmitglied.

Naoyuki: Wieso soll das für Iriya nicht genauso gelten?

Akiho legt nun richtig los:

Akiho: Das ist doch klar: Ich kann sie nicht ausstehen!
Akiho: Alle in der Klasse denken genauso.
Akiho: Niemand will sich mit ihr anfreunden.

Naoyuki, der Iriya so ganz anders kennen gelernt hat, hat da seine Einwände:

Naoyuki: Aber…
Naoyuki: Wenn du erst mal mit ihr reden würdest, dann könntest du sie viel besser verstehen.
Naoyuki: Iriya ist gar nicht so…

"…abweisend, wie sie nach außen wirkt."

Akiho: Und wieso um alles in der Welt sollte ich das tun wollen?
Akiho: Sie hat doch gar kein Interesse daran, Freunde zu finden!
Akiho: Ist doch wahr, oder etwa nicht?

In der Tat hat Akiho recht: Iriya hat den einen Freund, nach dem sie sich gesehnt hat, bereits gefunden.

Akiho hat sich ihren Frust von der Seele gebrüllt – und damit die Atmosphäre ruiniert. Heute hat sie ihre Chance, mit Naoyuki alleine zu sein, nicht nutzen können.

Akiho: Ich gehe nach Hause.

Ohne das ganze Essen, welches mitzubringen sie Suizenji zum Einkaufen geschickt hat! Der wird nicht glücklich sein, wenn er zurückkehrt…


Das Schulfest rückt näher…

Schild: Kyokujitsusai
Schild: Noch 7 Tage

…und jeden Morgen hofft Naoyuki in seinem Schuhfach auf eine Nachricht von Iriya, die in letzter Zeit immer seltener zum Unterricht erschienen ist.

Akiho reißt Naoyuki aus dessen Überlegungen:

Akiho: Und? Hast du dir etwas überlegt für ein eigenes Projekt?
Naoyuki: Was möchtest du denn machen, Akiho?
Akiho: Eine Sonderausgabe der Clubzeitung zum Schulfest.
Naoyuki: Aber…
Akiho: Asaba!
Akiho: Ist Iriya heute in die Schule gekommen?

Hier sehen wir die Grille auf dem Modell des UFOs sitzen – die wird nachher noch eine Rolle spielen.

Naoyuki: Ich glaube schon.
Naoyuki: Gesehen habe ich sie aber heute noch nicht.
Akiho: Und woher willst du das dann wissen, wenn du sie gar nicht gesehen hast?

Gute Frage. Intuition? Eine seelische Bindung zwischen Naoyuki und Iriya? Das würde Akiho natürlich nicht gefallen.

Lautsprecher: 2.Jahrgang, Klasse 4, Iriya Kana-san,…
Lautsprecher: …du wirst von Suzuki-san am Telefon verlangt.
Lautsprecher: Bitte komm unverzüglich ins Lehrerzimmer.

Shiina sitzt derweil in ihrer Krankenstation und liest auf dem Bildschirm ihres Laptops die Erklärung dafür, wieso Iriya diesmal bereits so extrem früh ausgerufen wird:

Schild: Offizielle Meldung: Heute um 07:50 Uhr wurde der Verteidigungszustand (DEFCON) von Stufe 5 auf Stufe 4 verschärft. Hiermit ergeht die Anweisung, alle Flugzeuge, Piloten und das gesamte Wartungspersonal (ausgenommen konventionelle…
Lautsprecher: Iriya Kana-san, bitte komm unverzüglich ins Lehrerzimmer.
Lautsprecher: Ende der Durchsage.

Zurück zum Dialog zwischen Naoyuki und Akiho:

Naoyuki: Da hörst du es…

Als Mitglied des Zeitungsclubs hat Akiho ein gesundes Misstrauen gelernt:

Akiho: Das ist echt seltsam.
Akiho: Ich war schon immer der Meinung, dass mit der irgendwas nicht stimmt!
Akiho: Suzuki und Satou, was sind das für Leute?
Akiho: Was sollen diese ständigen Durchsagen?

Der Unterricht geht weiter, aber nachdem Iriya ja schon wieder fort gerufen wurde, schwänzt Naoyuki die Literaturstunde (in der immer noch dieselbe Tragödie gelesen wird).

Roman: "Ich ging hinauf zu K. und fragte diesen, ob er mit der jungen Lady ausgegangen sei."
Roman: "K. antwortete, dies sei nicht der Fall."

Akiho bemerkt natürlich Naoyukis leeren Sitzplatz und fragt sich, wo er sein könnte. (Dass Iriya ebenfalls fehlt und gleichzeitig eine Stelle vorgelesen wird, in der ein Typ eventuell mit einem Mädchen ausgegangen ist, wird sie sicherlich nicht gerade beruhigen…)

Roman: "Er erklärte mir, dass er sie zufällig in der Masago Street getroffen und von dort aus nach Hause begleitet habe."

Naoyuki bastelt stattdessen im Clubraum am Sonohara-Modell und hört die Fernseh-Nachrichten über militärische Aktionen:

Lautsprecher: Das Angriffsziel der Nordallianz, welche zurzeit eine Blockade im Seegebiet um den 38. Breitengrad errichtet haben, ist diesmal…

Dieses Gebiet liegt zwischen Japan und Korea. Der Feind der vereinigten japanischen und amerikanischen Truppen kommt also vom asiatischen Festland (Russland/China?); im Roman wird erwähnt, dass in der Sonohara-Basis zahlreiche Leichen mit kaukasischem Aussehen untersucht werden. Der Feind ist die "Nordallianz", welche einen Teil Japans unter Kontrolle zu haben scheint; in den Nachrichten wird der Krieg als Bürgerkrieg dargestellt, an dem aber tatsächlich ausländische Mächte auf beiden Seiten mitkämpfen. Ein neuer Vietnamkrieg also?

Da klopft es an die Türe. Naoyuki macht sich einen Spaß mit einer absurden Antwort:

Naoyuki: Es ist niemand zuhause.
Naoyuki: Und wenn Sie wissen möchten, woran das liegt:
Lautsprecher: Seit gestern…
Lautsprecher:

Hier wäre noch etwas mehr Text des Fernsehsprechers. Leider haben weder Lunar noch AnY-Spork diesen Text übersetzt.

Naoyuki: Derzeit sind alle Schüler im Unterricht.

Iriya zögert, öffnet dann aber doch die Türe:

Iriya: Asaba?
Naoyuki: Hm?
Naoyuki: Ich dachte, du bist heute wieder früher gegangen?
Naoyuki: In letzter Zeit bist du kaum noch hier.
Iriya: Ich muss heute auch früher gehen.
Iriya: Ich muss fort, aber ich habe noch eine Stunde Zeit.

Das bedeutet, dass Enomoto dieses Treffen autorisiert und Iriya dafür vorzeitig aus dem Unterricht geholt hat! Nach allem, was Iriya inzwischen auf der Basis über Naoyuki erzählt hat, muss Enomoto die Chance, die sich ihm hier bietet, zu diesem Zeitpunkt längst erkannt und seinen Plan entwickelt haben; gegen Ende dieser Episode werden wir das deutlich erkennen.

Naoyuki: Aber woher wusstest du, dass ich hier bin?

Auch Iriya scheint Naoyukis Nähe zu spüren – das würde schlechte Karten für Akiho bedeuten. (Aber vermutlich hat sie einfach Enomoto gefragt – sie weiß ja, dass Naoyuki verwanzt ist und auf diese Weise jederzeit geortet werden kann.)

Naoyuki wechselt das Thema und lässt sich dabei von seiner aktuellen Tätigkeit inspirieren:

Naoyuki: Hast du schon vom Schulfest gehört?
Iriya: Schulfest?

Naoyuki holt nun das nach, was Akiho verhindern wollte:

Naoyuki: Sag mal, Iriya…
Naoyuki: …möchtest du auf dem Schulfest gerne etwas Bestimmtes machen?
Naoyuki: Egal, was es ist.
Naoyuki: Eine Imbissbude, ein Cafe…

Die typischen Vorschläge für solche Schul-Veranstaltungen eben. (Davon hebt sich Suizenjis Projekt immerhin angenehm ab.) Und Iriya reagiert auf ihre Weise ähnlich wie Naoyuki:

Iriya: Solange du dasselbe willst, Asaba, ist mir alles recht.
Iriya: Was möchtest du, Asaba? Was willst du dort unternehmen?

Iriya bewegt sich schnell auf Naoyuki zu und stolpert dabei über eine auf dem Boden liegende Flasche, woraufhin sie den Jungen mit zu Boden reißt. (Diese Fanservice-Szenen, gnlpfts…)

Wieder eine verfängliche Situation für Naoyuki, der sich sicherheitshalber schon mal für ein potentielles Missverständnis entschuldigt:

Naoyuki: Entschuldigung…

Aber Iriya achtet gar nicht auf ihn, sondern auf das Modell des Black Manta auf dem Tisch:

Iriya: Was ist das?

Naoyuki ist dankbar für den Themenwechsel und erklärt:

Naoyuki: Das ist das Projekt unseres Vorsitzenden…
Naoyuki: …für das Schulfest, meine ich.
Naoyuki: Es ist aber noch nicht fertig.
Naoyuki: Sag mal,…
Iriya: Wie habt ihr…
Iriya: … das gemacht?

Iriya wundert sich über das Detailwissen bezüglich der Militärbasis, welches der Zeitungsclub offensichtlich besitzt. Naoyuki erklärt Iriya die Arbeitsweise des Clubs:

Naoyuki: Es gibt Aufnahmen, die von UFO-Jägern gemacht wurden.
Naoyuki: Einige davon sind echte Schnappschüsse, andere dagegen wahrscheinlich Fälschungen.
Naoyuki: Es gibt ganz schön viel Material, wenn man alles zusammen nimmt.
Naoyuki: Das haben wir als Vorlage verwendet.
Naoyuki: Das hier soll ein Modell der Sonohara-Basis sein.
Naoyuki: Wenn ich das fertig bekomme, habe ich das Gefühl, etwas geleistet zu haben.
Naoyuki: Auch wenn es nicht gerade spektakulär ist, so etwas auszustellen.

Und jetzt nimmt Iriya die zuvor erwähnte Zikade vom UFO-Modell in ihre Hände.

Naoyuki: Ah, stimmt.
Naoyuki: Dafür ist jetzt die Jahreszeit.

Aber die Zikade (die bereits in der früh-japanischen Literatur Einsamkeit und Melancholie symbolisiert) ist tot! Und Iriya wird einmal mehr bewusst, wie sehr sie vom Tod umgeben ist – sie bricht in bittere Tränen aus, die das Mädchen gehörig durchschütteln. Alles, was Naoyuki tun kann, ist, ihr eine Schulter zum Ausweinen zu bieten… eine Szene, welche die Freundschaft der beiden sicherlich vertieft haben dürfte.


Die Stunde Freizeit für Iriya ist abgelaufen; Enomoto wartet am Auto, um das Mädchen abzuholen.

Iriya: Es ist soweit.
Iriya: Ich muss jetzt gehen.

Naoyuki und Iriya haben gemeinsam ein Grab für die Zikade angelegt:

Schild: Zikade

Der nächste Tag:

Schild: Kyokujitsusai
Schild: Noch 7 Tage
Schild: Noch 6 Tage

Naoyuki sitzt mit zwei anderen Jungs auf einer Bank im Schwimmbad.

Schild: Musashi-Bad

Seine Klassenkameraden unterhalten sich – über Mädchen, passend zur Umgebung. Hanamura zeigt eher Fanboy-Verhalten:

Hanamura: Was meinst du – welches Mädchen in unserer Klasse hat die beste Figur?

Nishikubo hingegen ist leicht gelangweilt über das Thema und antwortet ziemlich kurz, während er in einem Heft liest.

Nishikubo: Entweder Tsuji oder Sugiyama.

Hanamura gerät ins Schwärmen:

Hanamura: Also ich finde Sugiyama besser.
Hanamura: Aber Iriya ist auch nicht übel…

Jetzt wird Naoyukis Freund Nishikubo aufmerksam:

Nishikubo: Iriya?
Hanamura: Wie soll ich sagen… bei der sitzt einfach alles am rechten Fleck.
Hanamura: He Asaba, sagt doch auch mal was dazu, bei deiner Erfahrung.

Naoyuki wird natürlich seit dem Zwischenfall im Bunker immer wieder von seinen Schulkameraden geneckt. Aber der Angesprochene ist urplötzlich nicht mehr anwesend:

Hanamura: Hm? Wo ist Asaba denn plötzlich hin?
Nishikubo: Der muss wohl zurück in die Schule gegangen sein.
Hanamura: Wann?
Nishikubo: Keine Ahnung.
Hanamura: In letzter Zeit kriegt man den kaum noch zu sehen.
Nishikubo: Finde ich auch.

Ja, auch Naoyuki hat sich von seinen Freunden zurückgezogen (ähnlich wie Akiho) und widmet seine Zeit vorrangig dem Zeitungsclub – und in immer stärkeren Maße auch Iriya.


Spät am Abend besucht Naoyuki das Grab der Zikade – das war für ihn also nicht nur eine Geste, um Iriya zu beruhigen, sondern er fühlt genauso wie sie.

Schild: Zikade

Danach geht er zum Clubraum, wo er im Halbdunkel eine Gestalt sieht, die an der Türe rüttelt – Enomoto, der ihn locker begrüßt, als er den Jungen bemerkt. Enomoto ist sehr daran gelegen, Naoyukis Vertrauen zu gewinnen, und er hat zudem ein konkretes Anliegen, nachdem Naoyuki ihm mit seiner Erzählung vom Schulfest im Clubraum die Vorlage dazu geliefert hat. Denn Iriya hat natürlich postwendend davon in der Basis erzählt – und sie wird sogar Tanzunterricht bei Shiina nehmen, um auf den Volkstanz vorbereitet zu sein.

Enomoto: Hallo.
Enomoto: Habt ihr hier irgendwo eine Leiter?
Enomoto: Wenn man eine Leiter hat,…
Enomoto: …dann gibt es nur einen Ort, wo man Nudelsuppe essen sollte: Auf dem Dach.
Enomoto: Das ist eines meiner wenigen Prinzipien.

Enomoto ist ansonsten sehr flexibel und opportunistisch – und damit für seinen Job ideal geeignet.

Enomoto: Ich wollte dich noch mal sehen und mich bei dir bedanken.
Naoyuki: Wann wird Iriya das nächste Mal in die Schule kommen?

Enomoto geht nicht auf diese Frage ein, sondern reicht Naoyuki einen Becher mit Nudelsuppe:

Enomoto: Da ist noch etwas, …
Enomoto: …worum ich dich bitten wollte.

Gegen Ende dieser Episode werden wir sehen, worum er gebeten hat – und wie Naoyuki ihm diesen Wunsch erfüllen wird.


An den folgenden Tagen hofft Naoyuki vergeblich auf eine Nachricht von Iriya in seinem Schuhfach…

Schild: Kyokujitsusai
Schild: Noch 4 Tage
Schild: Noch 3 Tage
Schild: Noch 2 Tage
Schild: Noch 1 Tage

Und dann beginnt das Schulfest, ohne dass Iriya noch einmal aufgetaucht wäre.

Schild: Kyokujitsusai
Schild: Noch 1 Tage
Schild: 1. Tag

Nishikubo und Kiyomi betreiben einen Imbissstand auf dem Schulfest. Eine Frau redet den Jungen an:

Mutter: Sag mal – du bist doch Nishikubo-kun, nicht wahr?

Und der grüßt locker zurück:

Nishikubo: Hallo…

Kiyomi ist überrascht:

Kiyomi: Kennst du die?

Schild: Kaffee
Schild: gebratene
Schild: Nudeln

Schild: Kaffee
Schild: gebratene
Schild: Nudeln

Nishikubo: Das sind doch Asabas Eltern.

Als Naoyukis Freund (auch wenn er ihn mit dem Familiennamen anredet) war er bestimmt schon mal bei ihnen – und sei es auch nur zum Haare schneiden…

Vater: Hallo auch. Und vielen Dank, dass du dich so um unseren Sohn Naoyuki kümmerst.
Kiyomi: Im Ernst???

Kiyomi ist total überrascht – und sie rennt auf und davon: Sie muß unbedingt sofort Akiho Bescheid sagen! Nishikubo bleibt fast die Spucke weg.

Vater: Ach ja, Nishikubo-kun…
Nishikubo: Ja?
Vater: Ich hätte mal etwas mit dir zu besprechen…

Derweil hat Kiyomi ihre Freundin Akiho gefunden; Naoyuki kann beobachten, wie Kiyomi heftig auf Akiho einredet. Akiho begreift ihre Gunst der Stunde und fasst einen Entschluss; um diesen umzusetzen, muss sie aber zunächst einmal Naoyuki beschäftigen, damit dieser ihr nicht in die Quere kommt:

Akiho: Also:
Akiho: Heute Nachmittag gehen wir getrennt auf Suche nach Material.

… für einen Zeitungsartikel, vermute ich – wahrscheinlich Akihos Projekt "Schulfest-Sonderausgabe".

Naoyuki: Wieso denn das?

Aber die resolute Akiho lässt keine Widerrede gelten:

Akiho: Also dann – auf geht’s!

Akiho drückt dem verblüfften Naoyuki ihre Umhängetasche in die Hand (die kann sie in ihrer nächsten Szene nämlich nicht brauchen) und rennt davon.


Kiyomi arbeitet inzwischen wieder am Imbissstand ihrer Klasse (an beiden Kochplätzen gleichzeitig!); dafür ist nun Nishikubo abwesend, denn Naoyukis Vater wollte ja mit ihm reden:

Vater: Hat Naoyuki etwa eine feste Freundin?

Naoyukis Date mit Iriya ist auch an seinem Vater nicht unbemerkt vorbei gegangen. Hat Yuuko etwa davon erzählt?

Nishikubo: Also, das ist etwas kompliziert…
Vater: Kompliziert? So, so…

Später sitzen Naoyukis Eltern auf einer Parkbank:

Mutter: Worüber hast du denn gerade mit Nishikubo-kun geredet?
Vater: Das war ein Gespräch zwischen Männern.
Vater: Ja, ja, die Jugend ist eine wunderbare Zeit…
Mutter: Stimmt.

Die Mutter kann sich ungefähr denken, worum es ging – und das Thema wird sofort weiter vertieft. Denn nun sieht Akiho ihre Chance gekommen und nimmt all ihren Mut zusammen:

Akiho: Entschuldigung…
Akiho: Ich, äh…

Akiho zittert vor Anspannung – diese Chance darf sie auf keinen Fall verpatzen!

Akiho: …bin im Zeitungsclub.
Vater: Hm… wer bist du denn?
Mutter: Bist du eine Freundin von Naoyuki oder Yuuko?
Akiho: Ich bin im Zeitungsclub… ich heiße Sudou Akiho.
Akiho: Asaba Naoyuki-kun und ich gehen in dieselbe Klasse.
Mutter: Aha.
Akiho: Also… ich habe gehört, dass Asaba-kuns Eltern hier sind… deshalb wollte ich Sie gerne begrüßen.

Akiho macht einen Anstandsbesuch bei den Eltern ihres Naoyuki, um ihre Position gegenüber Iriya zu behaupten!

Akiho: Bitte entschuldigen Sie die Störung…

Und Akiho zieht sich formvollendet zurück. In diesem Moment zieht eine Staffel Düsenflugzeuge über den Himmel – aber Iriyas Black Manta ist offenbar nicht dabei.

Naoyukis Mutter grinst sich eins:

Mutter: Ja, ja, die Jugend ist eine wunderbare Zeit…

Naoyukis Vater ist über den Stand der Dinge inzwischen besser informiert:

Vater: Na ja, manchmal ist sie ganz schön kompliziert.

Nach diesen interessanten Einblicken in das Leben ihres Sohnes fühlen dessen Eltern sich zumindest etwas beruhigt.


Auf der Krankenstation der Schule hat heute nicht Shiina Dienst, sondern deren (offenbar neue) Kollegin:

Text: Eri-chan, ist Shiina-sensei wirklich ihre Vorgesetzte?

Die Angesprochene verbindet derweil gerade den verletzten Finger eines Patienten.

Text: Eri-chan, Sie sehen gar nicht wie eine Lehrerin aus.

Und sie verbittet sich übertriebene Vertraulichkeiten von Seiten der Schüler:

Sakisaka: Ich möchte mit "Sakisaka-sensei" angesprochen werden.

Beim nächsten Patient gilt es die Körpertemperatur zu messen… völlig unverdächtige 36.5 Grad. (Offensichtlich mimen die Schüler auf krank, um einen Behandlungstermin bei der offenbar attraktiven Lehrerin zu bekommen…)

Text: Eri-chan…

Leicht angesäuert zischt die Angesprochene:

Sakisaka: Deine Temperatur ist völlig normal!

Irgendwann hat sie anscheinend die Nase voll von den ständigen Annäherungsversuchen – und meldet sich ab:

Schild: Sucht nicht nach mir
Schild: Ich bin nicht im Büro
Schild: Notfall
Schild: Sakisaka-sensei

Aber tatsächlich ist sie in ihrem Büro, wo sie endlich ihre Ruhe findet:

Sakisaka: Ah – ich bin völlig erledigt…

Zumindest so lange, bis ihre Kollegin Shiina dort aufkreuzt – und zwar mit "schwerer Schlagseite":

Shiina: Eri-chan…
Sakisaka: Senpai!
Sakisaka: Hast du etwa getrunken?

Womit die Frage eines der Schüler von vorhin an Bedeutung gewinnt: Shiina benimmt sich nicht gerade wie eine Respektsperson. Es sei denn, sie ist im Einsatz – wir werden in Episode 4 erleben, was sie tatsächlich drauf hat.

Shiina: Na klar – ich bin sternhagelvoll.

Der Zeitungsclub veranstaltet die Ausstellung von Suizenjis Modell der Sonohara-Basis; Suizenji, der mit Naoyukis Eltern gut bekannt ist (Naoyuki hat ja die gesamten Sommerferien mit Suizenji verbracht), nutzt die Gelegenheit, um Fotos von Enomoto und Shiina (die er bei Naoyukis Date mit Iriya im Kino geschossen hat) seinen Besuchern zu zeigen:

Suizenji: Leider habe ich ihre Gesichter nicht erwischt…
Suizenji: Haben Sie eine dieser Personen schon mal in Ihrem Friseursalon gesehen?
Vater: Tut mir Leid – da kann ich dir leider nicht weiterhelfen.
Suizenji: Ah – kein Problem.
Suizenji: Wenn ich fragen darf: Was haben Sie beide morgen vor?
Vater: Wir wollen uns das Theaterstück ansehen, in dem Yuuko mitspielt.
Suizenji: Oh – davon wusste ich ja noch gar nichts!
Suizenji: Falls ich die Zeit dafür habe, komme ich auch, um mir das anzusehen.

Suizenji hatte in Episode 2 versucht, Yuuko für den Zeitungsclub zu rekrutieren – diese hat allerdings nach den Ereignissen dieser Verfolgungsjagd die Nase voll von Abenteuern und bleibt ihrem Theaterclub treu.

Mutter: Darüber wird sie sich bestimmt freuen.

Von wegen! Laut Roman hatte Yuuko sich zuvor ausdrücklich verbeten, dabei beobachtet zu werden (zu nervös?)… aber die Eltern wollen sich einen öffentlichen Auftritt ihrer Tochter natürlich nicht entgehen lassen.


Am nächsten Tag steht Naoyuki mal wieder vor seinem Schuhfach in der Schule und sucht vergeblich nach einer Nachricht von Iriya.

Akiho: Da bist du ja, Asaba.
Schild: Kyokujitsusai
Schild: 1. Tag
Schild: 2. Tag

Heute geht das Schulfest zu Ende. Iriya war die ganze Zeit über nicht anwesend. Die Ausstellung des Zeitungsclubs ist erledigt; Akiho sieht ihre Chance gekommen, den ganzen Tag zusammen mit Naoyuki zu verbringen.


Naoyuki und Akiho sitzen gemeinsam in einem "schummerigen" Restaurant auf dem Schulfest – Akiho hat nun also ihr "Date" mit Naoyuki! Aber das geht gleich ungünstig los:

Akiho: Tut mir Leid.
Akiho: Ich habe die Extraausgabe gelesen.
Akiho: Hast du die ganz alleine zusammengestellt, Asaba?
Naoyuki: Hm, ja, schon…

Naoyuki die ganze Arbeit für das Projekt geleistet, welches Akiho nur aus Trotz gegenüber Suizenji ins Leben gerufen hatte! Und zu allem Überfluss meckert sie auch noch über das Ergebnis, statt ihm einfach mal dankbar dafür zu sein:

Akiho: Es sind drei Schreibfehler drin.

Naoyuki ist entsprechend sauer, seine Arbeit so "gewürdigt" zu sehen:

Naoyuki: Also hör mal…
Naoyuki: Ich wollte dich ja noch fragen, bevor…

Aber sie war nicht erreichbar und konnte ihre Funktion (wenigstens als Korrekturleserin!) nicht mehr rechtzeitig vor Druckbeginn ausüben. Eigentlich ist also sie es, die diese Tippfehler zu verantworten hat! Das ist ihr wohl auch selbst klar:

Akiho: Deshalb habe ich mich doch entschuldigt!

Akiho ist heute leicht aggressiv (anscheinend nervös wegen ihres ersten Dates?). Auch Naoyuki ist leicht reizbar (er vermisst Iriya):

Naoyuki: Was ist denn los mit dir?
Naoyuki: Und wo warst du gestern Abend auf einmal?

Vielleicht hat der Zeitungsclub am Abend des ersten Tages seinen Ausstellungsstand schon wieder abgebaut und dabei Akiho als Mitarbeiterin schmerzlich vermisst? Naoyuki haut mit der Faust auf den Tisch – betretenes Schweigen am Nachbartisch…

Akiho: Es gab Curry.
Akiho: Es gab Curry zum Abendessen.
Akiho: Und ich mag nun mal Curry.
Akiho: Deshalb bin ich gestern Abend sofort nach Hause, habe Curry gegessen, geduscht und bin Schlafen gegangen.
Naoyuki: Wirklich?

Ist Naoyuki etwa eifersüchtig? Kann doch gar nicht sein, für ihn ist doch Iriya derzeit wichtiger…

Akiho: Natürlich.

Akiho nimmt einen großen Schluck aus ihrem Glas – und wir werden an ihrer veränderten Stimme erkennen können, dass da Alkohol drin war, und nicht zu knapp. (Was für Mittelschüler in Japan eigentlich strikt verboten ist!) Entsprechend schrickt Naoyuki zusammen…

Akiho: Ach ja, was machst du nachher?
Akiho: Hast du schon was vor?

Akiho nimmt noch einen tiefen Zug – sie trinkt sich Mut an:

Naoyuki: Eigentlich nicht…
Akiho: Das ist gut.
Akiho: Da du Versager ja kein Mädchen abkriegst, muss eben ich mich erbarmen.
Akiho: Als Wiedergutmachung gehe ich mit dir zum Tanz am Lagerfeuer.

Ein Schelm, der dabei an die "Nebel von Avalon denkt"… ;-) Akihos Stimme ist bereits schwer angeschlagen; ihre Stimmung schwankt zwischen "anschmiegsam" (in dieser Szene sieht sie ausnahmsweise mal süß aus…) und rechthaberisch. Sie möchte unbedingt mit Naoyuki den Abend verbringen; würde sie ihn einfach fragen, dann könnte er ablehnen – also drängt sie ihm ihre Begleitung auf, als Kompensation für die Arbeit, die er mit der Sonderausgabe der Zeitung zu erledigen hatte! Von hinten durch die Brust ins Auge… aber es hätte beinahe funktioniert, wenn Iriya nicht (im wahrsten Sinne des Wortes) "dazwischen gefunkt" hätte.

Natürlich fühlt Naoyuki sich bei diesem Angebot in seinem Stolz getroffen: Ein Date als Almosen ist ihm bestimmt zuwider.

Naoyuki: Schon gut…
Naoyuki: …das ist wirklich nicht nötig.
Naoyuki: Ich weiß doch, Akiho, dass du Volkstanz nicht besonders magst.

Naoyuki lehnt in bester Absicht ab – er will Akiho nicht zu etwas zwingen, was diese nicht mag. Akiho ist jedoch verärgert, weil Naoyuki die Botschaft nicht verstanden hat: Sie will einfach mit ihm zusammen sein – notfalls eben sogar beim Volkstanz. (Genau wie Iriya zuvor im Clubraum…)

Akiho: Und was ist mit dir, Asaba?
Naoyuki: Ich mag das auch nicht besonders.
Naoyuki: Ich habe auch gar nicht dafür geübt.
Akiho: Wer würde denn auch für einen Volkstanz üben?

Iriya! Und zwar bis zum Umfallen. In Episode 5 werden wir das erfahren.

Akiho: Das ist doch wie beim ersten Kuss – dafür übt doch auch niemand.

Akiho verliert durch den Alkoholgenuss mehr und mehr ihre Hemmungen und lenkt das Thema in Regionen, die ihren Absichten mehr entsprechen…

Naoyuki: Ich glaube, du bist ein bisschen beschwipst…
Akiho: Oder hast du dafür etwa schon geübt!?
Naoyuki: Hä?
Naoyuki: Was soll das heißen?!
Akiho: Jetzt sag schon!
Akiho: Hast du geübt oder nicht??
Naoyuki: Hab’ ich nicht!

Wieder ist das Gespräch auffallend laut geworden – und wieder folgt betretenes Schweigen. Unsere beiden Turteltäubchen benehmen sich wie die Axt im Walde…

Akiho: Das ist gut so.

Akiho hat also die Chance, Partnerin für Naoyukis ersten Kuss zu werden, noch nicht verloren. Sie atmet tief durch – und klappt kurz darauf zusammen. Der Alkohol, der geholfen hatte, ihr die Zunge zu lösen (bei klarem Kopf hätte sie nie gewagt, Naoyuki zu fragen, ob dieser Iriya bereits geküsst hat!), fordert letztendlich seinen Tribut…

Naoyuki: Akiho!
Naoyuki: Alles in Ordnung mit dir?
Naoyuki: Akiho? He!

Der arme Naoyuki muss also schon wieder mit einem handlungsunfähigen Mädchen klar kommen. Er trägt Akiho auf seinem Rücken zunächst mal zurück in die Schule – das Schulfest läuft ja noch.

Akiho träumt derweil… was war es eigentlich, das Kiyomi vorhin zu ihr gesagt hatte, nachdem sie vom Imbissstand weggerannt war?

Kiyomi: Was soll das heißen?
Kiyomi: Beeil dich und begrüße sie!

Kiyomi hat also ihre in dieser Hinsicht schüchterne Freundin Akiho gedrängt, die Gunst der Stunde zu nutzen und sich bei der Familie Asaba "einzuführen", um gegenüber der allgemein unbeliebten Iriya einen taktischen Vorteil zu gewinnen! Und Akiho träumt nun, was passiert wäre, wenn ihre Konkurrentin ihr diese Gelegenheit weggeschnappt hätte…

Vater: Hm…
Vater: Wer bist du denn?
Vater: Wer bist du denn?
Vater: Wer bist du denn?
Vater: Wer bist du denn?
Iriya: Wer bist du denn?

Naoyuki wird die Last langsam zu schwer:

Naoyuki: Komm schon, du kannst doch auch alleine laufen.

Akiho ist aber noch nicht wieder vollständig wach:

Akiho: D-a-n-k-e…

Im Lehrerzimmer sitzt eine Aufsichtsperson vor dem Fernseher:

Lautsprecher: Soeben erhalten wir folgende Nachricht:
Lautsprecher: Die Lage der Truppen im Norden hat sich verschärft.
Schild: Eilmeldung
Schild: Sofortiger vollständiger Rückzug
Lautsprecher: Die Verteidigungsverbände und die US-Armee…
Lautsprecher: …haben den Befehl zum sofortigen Rückzug…
Lautsprecher: …an sämtliche Luft- und See-Einheiten…
Lautsprecher: …im Gebiet um den 38. Breitengrad ausgegeben.

In diesem Moment klingelt das Telefon im Lehrerzimmer:

Text: Immer mit der Ruhe – ich komme ja schon…
Lautsprecher: Ich wiederhole: Die Verteidigungsverbände und die US-Armee…
Schild: S c h u l l e i t u n g

Einige Veranstaltungen des Schulfestes sind derweil noch in vollem Gang:

Schild: hier entlang
Schild: Wahl
Schild: zur
Schild: Miss
Schild: Sonohara
Schild: Austragungsort
Lautsprecher: Und zur Miss Sonohara wurde in diesem Jahr gewählt:
Lautsprecher: Shiina Mayumi-san!

Shiina mit umgehängter Schärpe steht auf dem Podium und jubelt…

Schild: Wahl zur 23. "Miss Sonohara"
Schild: Preisverleihung
Shiina: Hurra!

… doch genau in diesem Moment wird der militärische Notfall ausgerufen – und sofort gehen bei allen Militär-Angehörigen auf dem Schulfest die Pager an. Und das sind erschreckend viele…

Schild: Wahl zur 23. "Miss Sonohara"
Schild: Preisverleihung

Insbesondere die Aushilfs-Medizinerin Sakisaka ist mit der Situation offensichtlich überfordert.

Sakisaka: Senpai…!

Derweil hat Iriya die Gelegenheit erkannt, der Not-Situation wenigstens etwas Gutes abzugewinnen: Wenn sie schon nicht zusammen mit Naoyuki auf das Schulfest kommen kann, um dort mit ihm zu tanzen, dann muss es eben anders herum gehen. Und kurz entschlossen ruft sie in der Schule an:

Lautsprecher: 2. Jahrgang, Klasse 4, Asaba Naoyuki-kun…
Lautsprecher: 2. Jahrgang, Klasse 4, Asaba Naoyuki-kun…
Lautsprecher: …du wirst von Iriya Kana-san am Telefon verlangt.
Lautsprecher: Bitte komm unverzüglich ins Lehrerzimmer.

Sakisaka und Shiina machen sich auf den Weg zurück zur Basis; Sakisaka unterrichtet ihre Kollegin unterwegs über den Stand der Dinge:

Sakisaka: Ich habe gerade per Telefon die Bestätigung erhalten.
Sakisaka: Wir müssen sofort zurück zur Basis.
Shiina: Alarmzustand Stufe 3?
Sakisaka: Nein, Stufe 1!
Sakisaka: So etwas hatten wir seit zwei Jahren nicht mehr…
Shiina: Na ja, irgendwie werden wir es schon schaffen.

Immerhin ist Iriya wieder einsatzfähig – die Lage könnte wesentlich schlimmer sein.


Naoyuki ist atemlos ins Lehrerzimmer gerannt und greift sofort nach dem Hörer:

Naoyuki: Iriya!
Naoyuki: Von wo rufst du an?
Naoyuki: Hallo, melde dich!
Iriya: Eigentlich dürfte ich diese Leitung gar nicht benutzen.
Iriya: Deshalb habe ich nicht viel Zeit.
Iriya: Also sei still und hör mir zu.
Iriya: Kennst du das alte Militär-Übungsgelände?
Naoyuki: Ja, klar.
Iriya: Kennst du den Rokubanyama-Hügel dort?
Naoyuki: Auch den.
Iriya: Dann warte dort auf mich genau um 18:45 Uhr.
Iriya: Und du musst alleine kommen!
Naoyuki: Moment mal…
Iriya: Tut mir Leid, ich habe keine Zeit mehr.
Iriya: Du musst unbedingt kommen!
Naoyuki: Iriya!

Doch die hat bereits aufgelegt. Der Lehrer versucht nun, Naoyuki wegen dessen ungebührlichen Verhaltens (Missbrauch des Lehrer-Telefons) ein wenig zu rüffeln und dabei seine Großzügigkeit zur Schau zu stellen (die Lehrer an dieser Schule scheinen alle irgendwie einen Schuss zu haben…):

Text: Du bist also Asaba-kun, richtig?
Text: Hör mal…
Text: … diesmal lasse ich dir das noch einmal durchgehen.
Text: Ich gebe dir die Gelegenheit, …

"…mir zu beweisen, dass dies ein einmaliger Ausrutscher war", hätte die Predigt wohl weiter gehen sollen. Aber dazu kommt es nicht mehr – Naoyuki ist längst auf und davon! Und der Lehrer ist nun stinksauer:

Text: Was fällt dir ein!?

Die Schüler entzünden derweil das Lagerfeuer, um welches Akiho mit Naoyuki tanzen wollte:

Text: Drei!
Text: Zwei!
Text: Eins!
Text: Feuer!

Während Naoyuki auf seinem Fahrrad in höchster Eile zum Truppenübungsplatz fährt, liegt Akiho schlafend auf einer Wiese in der Nähe des Feuers, zugedeckt mit ihrer Umhängetasche.


Hier folgt nun endlich der Rückblick auf das Gespräch zwischen Enomoto und Naoyuki beim Nudeltopf-Essen auf dem Dach des Clubraums, während wir Naoyuki per Fahrrad auf dem Weg zum Truppenübungsplatz beobachten können:

Enomoto: Da ist noch etwas, worum ich dich bitten wollte.
Naoyuki: Und zwar?

Während wir das Gespräch zwischen Enomoto und Naoyuki in der Rückblende hören, sehen wir die wieder erwachte Akiho am Fenster des Klassenzimmers stehen und sehnsüchtig nach Naoyuki Ausschau halten, der sich gerade eben gegen sie und für Iriya als Partnerin des Volkstanzes entschieden hat.

Enomoto: Deine Gegenwart wirkt beruhigend auf sie.
Enomoto: Jedes Mal, wenn sie zurück auf die Basis kommt, nervt sie uns mit tausend Details darüber, was du alles gesagt oder getan hast.
Enomoto: Als sie vor ein paar Tagen zurückkehrte, war es wieder genauso.

Akiho hat sich vom Fenster abgewendet; die Kamera zeigt wieder Naoyuki auf dem Fahrrad.

Enomoto: Die ganze Zeit erzählte sie davon, dass sie unbedingt mit dir auf das Schulfest gehen wolle.
Enomoto: Also habe ich sie gefragt:

Naoyuki hat das Sperrgebiet erreicht; Akiho geht in der Nähe der Lagerfeuer einsam auf und ab.

Enomoto: "Willst du denn auch mit Asaba zu den Lagerfeuern gehen?"
Enomoto: Bis dahin wusste Iriya gar nichts von diesen Lagerfeuern.

Naoyukis Fahrrad liegt am Boden…

Enomoto: Als sie dann vom Volkstanz erfuhr, war sie ganz aus dem Häuschen.
Enomoto: Seitdem träumt sie davon, mit dir um das Lagerfeuer zu tanzen.

…der Junge läuft zu Fuß durch den Wald auf sein Ziel zu, eingehüllt in das Farbenspiel des Sonnenuntergangs.

Enomoto: Es gibt nichts, das sie davon abhalten könnte.
Enomoto: Doch vielleicht …
Enomoto: … wird sie dafür keine Zeit finden.
Naoyuki: Aber das…

Naoyuki erreicht den Treffpunkt ein paar Sekunden nach dem vereinbarten Zeitpunkt – aber er hat Iriya noch nicht verpasst.

Enomoto: Natürlich werden wir alles versuchen, damit Iriya am Schulfest teilnehmen kann.

Enomoto hat dafür seine eigenen Motive – aber dieser Satz ist gleichzeitig geeignet, Naoyukis Vertrauen in ihn zu bestärken: Wollen beide nicht letzten Endes dasselbe? Dies jedenfalls versucht Enomoto dem Jungen zu vermitteln.

Enomoto: So, wie es derzeit aussieht,…
Enomoto: …halte ich die Chance für ziemlich gering.

Womit er tatsächlich Recht haben könnte – vermutlich ist der Alarmzustand auf der Sonohara-Basis aufgrund des Vorrückens der feindlichen Truppen schon seit Tagen so hoch, dass Iriya deswegen nicht mehr zur Schule gehen kann, weil sie jederzeit verfügbar bleiben muss. Gleichzeitig bereitet er aber auch vor, dass der Volkstanz, falls er denn tatsächlich zustande kommen sollte, ein prägendes Ereignis für Naoyuki und Iriya werden wird.

Naoyuki steht auf dem Hügel – in diesem Moment sieht er Iriya wie einen Geist an sich vorüber schweben.

Enomoto: Aber…
Enomoto: …falls sie es schaffen sollte,…
Enomoto: …dann tanze bitte mit Iriya.

Naoyuki und Iriya verbeugen sich – der Tanz kann beginnen.

Enomoto: Bitte…
Naoyuki: Einverstanden.
Wörtlich sagt er "wakasimashita", also "ich habe verstanden". Naoyuki ist klar, wieviel der Tanz für Iriya bedeuten wird, und selbstverständlich wird er ihr diesen Gefallen tun.

In diesem Moment ist Iriya verschwunden! War sie nur eine Illusion? (Iriya hat ESP-Fähigkeiten, wie wir in Episode 6 sehen werden – vielleicht hat sie dieses Bild zu ihm projeziert?)

Enomoto: Es tut mir wirklich Leid, was wir dir da zumuten.

Und im Gegensatz zu Naoyuki ahnt Enomoto bereits, wieviel er dem Jungen noch wird zumuten müssen.

Enomoto ist sich vermutlich sehr wohl darüber im Klaren, wie gerne Naoyuki ihm diesen "Gefallen" tun wird. Aber indem er den Volkstanz als Opfer Naoyukis darstellt und sich verbal in dessen Schuld begibt, versucht er, das Vertrauen des Jungen ihm gegenüber weiter auszubauen.

Enomoto: Du hast gerade eine schwere Last von meinen Schultern genommen.

In der Tat: Der Plan, Naoyuki als Maskottchen für Iriya aufzubauen, um deren Leben wieder einen neuen Sinn zu geben, scheint einen entscheidenden Schritt voran gebracht worden zu sein. Jetzt darf bloß kein militärischer Einsatzfall dazwischen kommen – aber vielleicht hat Enomoto ja sogar den Alarm während des Schulfestes selbst ausgelöst? Jedenfalls sehen wir ihn nach diesen Worten grinsen…

Und nun beginnt – ohne jede Vorwarnung – eine Szene, die für mich neue Maßstäbe beim Zusammenspiel zwischen Animation, einem Rausch von Farben, bombastischen Klängen und überschäumenden Emotionen gesetzt hat: Der Volkstanz zwischen Naoyuki und Iriya! Den kann man nicht mit Worten beschreiben…

Erschöpft fällt Naoyuki nach dem Tanz ins Gras und bemerkt nach einer Weile:

Naoyuki: Oh – meine Uhr ist stehen geblieben.

Iriyas Black Manta könnte einen elektromagnetischen Impuls ausgesandt haben, der für diese Nebenwirkung verantwortlich ist – im Luftkampf gegen konventionelle Flieger wäre das zumindest eine wirkungsvolle Waffe.

Schild: 47 Minuten und 32 Sekunden nach 6 Uhr abends
Schild: Episode 3

Und genau diese Uhrzeit liefert den Titel der Episode.


Die eigentliche Verliererin dieser Episode sitzt aber am Lagerfeuer:

Akiho: Blödmann!
Vorwort Episode 1 Episode 2 Episode 3 Episode 4 Episode 5 Episode 6 Analyse


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